Es kann zunächst kompliziert sein, in den komplexen Zusammenhängen eine Ursachenanalyse zu betreiben. Dennoch muss man erst durch das Komplizierte hindurch, um den einfachen Kern der Sache wirklich greifen zu können.
Die klein-klein-Bewegung hat sich auf den Weg durch diese Kompliziertheit begeben, was sich in unserer Literatur dokumentativ niederschlägt. Das bringt uns zuweilen die Kritik ein, unsere Texte seien zu kompliziert. Diese kompromisslose Form der Analyse ist halt ungewohnt für unsere oberflächliche Medienwelt. Aber geht es denn darum, ob der Text auch ohne Konzentration gut gelesen werden kann, oder geht es darum, unsere globale Problematik möglichst präzise zu erfassen und sich dabei auch zu konzentrieren? Auf die Massenmedien mit ihrem einfachen Journalismus können wir uns da offensichtlich nicht verlassen. Sonst wüssten ja alle schon bescheid und wir hätten keine so gravierenden Probleme mehr auf unserem Planeten.
Die klein-klein-Literatur ist zu Beginn des Dritten Jahrtausend eine Literatur von lebenden Menschen für lebende Menschen, für Menschen, die nicht nur gelebt (und/oder getötet) werden (wollen), sondern, die sich existentiell entscheiden, selbst und deshalb selbstbewusst und selbstbestimmt zu leben.