| 01.09.2011 Zukunft statt Zinsen | | Drucken | |
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Marius Müller-Westernhagen, Musiker
Diese Aussage von Marius Müller-Westernhagen geistert gerade durch die Medienwelt. Gemeint ist damit, dass die Staatsschulden abgebaut werden sollten, damit unsere Zukunft nicht durch Zinsforderungen bedroht ist. Leider werden mal wieder solche gut gemeinten Aussagen getätigt, ohne dabei die strukturellen Zwänge im Hintergrund zu berücksichtigen. Natürlich ist mit Zins auf Dauer keine Zukunft möglich. Jedenfalls keine, an der der Mensch noch beteiligt sein wird. Aber einfach Staatsschulden abbauen und dann glauben, uns würde es besser gehen, ist sehr blauäugig. Es wird zwar alles getan, damit die Bevölkerung das glaubt, aber es wird ja auch alles dafür getan, damit die Bevölkerung glaubt, sie sei durch böse Viren bedroht. In Wirklichkeit sind wir zurzeit in einem Teufelskreis. Im jetzigen Geldsystem ist Zins das Einzige, was den Geldumlauf erhält. Fällt der Zins, stürzt die Weltwirtschaft in eine Krise, weil kein Geld mehr zirkuliert. Gleichzeitig erzeugt der Zinseszins eine Situation der Überschuldung, die ebenso die Geldzirkulation zum erliegen bringt und zur Wirtschaftskrise führt. Wir haben also im gegenwärtigen Geldsystem ohne Zins keine Zukunft und mit Zins auch keine Zukunft. Mit Zins versucht man nur, den Zusammenbruch hinauszuzögern, der ohne Zins sofort kommen würde.
Alle Politik richtet sich daher auf die Zinsbedienung aus Die schwarz-gelbe Regierung unter Helmut Kohl hat die Vermögenssteuer abgeschafft. Vermögen kommen in nicht unerheblichen Umfang durch Zinseinkünfte. Die schwarz-rote Regierung unter Angela Merkel hat die Abgabe auf Zinseinkünfte von Spitze 42% auf 25% gesenkt. Das sind Maßnahmen, die maßgeblich dem Geldkapital zugute kommen. Solche Zugeständnisse kommen vor allem dann verstärkt vor, wenn der Zins in einen Bereich fällt, in dem er nicht mehr genug Kapital in den Umlauf lockt. Dann muss über Steuersenkungen für Reiche deren Gewinne am Zins wieder so weit erhöht werden, damit es sich weiterhin für sie lohnt, ihre Guthaben der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Auch sieht man an dem kleinen Beispiel, dass es unerheblich ist, ob man schwarz, rot, grün, oder eine Farbe passend zum Zahnbelag ins Parlament wählt. Letztendlich machen sie alle dasselbe, und nötigenfalls sogar gleich gemeinsam (siehe schwarz-rot), weil sie alle denselben Zwängen unterliegen. Solange diese Zwänge herrschen, kann gar keine Partei entscheidend anderes tun, es sei denn, sie tritt damit an, die Ursachen der Zwänge überwinden zu wollen, was natürlich massiven gegenwind von Seiten des Kapitals gibt. Da ist mir aber nur eine Partei bekannt, die das in ihrem Programm hat, diese ist aber zu unbekannt und schafft es nicht aus ihrem Schattendasein, obwohl sie in den 50ern Jahren sogar im Parlament in NRW vertreten war. Durch die "Wirtschaftswunderjahre" wollte aber keiner mehr was von Kritik am Geldsystem wissen. So kam der Schleier des Vergessens. Heute wiederholt sich dieselbe Geschichte, die schon zum ersten und zweiten Weltkrieg geführt hat und fast alle verdrängen es.
Zukunft statt Zinsen Der Slogan ist so ganz richtig. Man muss ihn nur fundierter begründen. Schuldenabbau ist so nicht möglich. Der Staat hat deshalb so viele Schulden aufgenommen, weil die Wirtschaft, nachdem sie eigentlich ausgewachsen war, nicht mehr genug Kapital für Investitionen nachfragte, und dadurch der Zins zu sinken begann. Sinkender Zins bedeutet, dass sich das Geld vom Markt zurückzieht, und die Wirtschaft an Geldmangel zusammenbricht. Also sprang der Staat als Schuldner ein, um die geliehenen Gelder über "Konjunkturpakete" in den Wirtschaftskreislauf zu schleusen. Würde man die Staatsschulden abbauen, bedeutet das, dass die Wirtschaft selbst nun doch diese Schulden aufnahmen müsste, die in den letzten Jahrzehnten der Staat für sie aufgenommen hat. Während der Staat mit 2 Billionen verschuldet ist, ist die Wirtschaft schon mit um die 5 Billionen verschuldet. Nimmt man noch die Verschuldung der privaten Haushalte dazu, liegt die Gesamtschuldenlast Deutschland um die 8 Billionen Euro und ungefähr genau so viele Kapitalvermögen gibt es. Die Schulden, die der Staat abbaut, müssten von Wirtschaft und privaten Haushalten in gleichem Umfang neu aufgenommen werden, andernfalls würde sofort die deutsche Wirtschaft zusammenbrechen. So muss man also auch den Slogan bringen: "Zukunft statt Schuldenabbau", nur dass das auch keine Lösung ist, weil auch mit Schulden auf Dauer keine Zukunft möglich ist. Wir befinden uns einfach in einem Teufelskreis, aus dem mit den üblichen Heilmitteln wie "neue Steuern" oder "mehr Wettbewerbsfähigkeit" unmöglich herauszukommen ist. Alles was die Politik tut, ist daraus ausgelegt, irgendwie die Kapitalgewinne bei Laune zu halten, weil wir ansonsten sofort Deflation bekommen. Und wenn ich uns so mit der Welt vergleiche, dann ist die Symptombehandlung in Deutschland (natürlich auf Kosten des Auslands) noch am effektivsten.
Der einzig brauchbare Trick, der jetzt noch greifen kann, ist, am Geldsystem an einer Stellschraube so zu drehen, dass der Geldumlauf erhalten bleibt, selbst dann, wenn der Zins auf Null fallen würde. Nur eine solche Situation kann es ermöglichen, Schulden abzubauen, ohne dass dabei die Wirtschaft in eine Deflation wie ab 1929 abrutscht. Wie man diese Stellschraube einstellen kann, um tatsächlich eine Chance auf "Zukunft statt Zins" zu generieren, ist u.a. in unserem Gastbuch "Wer hat Angst vor Silvio Gesell" beschrieben. Auf diese Stellschraube habe ich auch Griechenland in einem Brief aufmerksam gemacht, weil es sonst unmöglich aus seiner verfahrenen Situation ohne Totalkollaps herauskommen kann. Dieser ist in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins "Leben mit Zukunft" abgedruckt. Wer das Magazin noch nicht kennt, kann ein Probeexemplar unter diesem Link erhalten.
Krankheit statt Zukunft An dieser Stelle sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass Impfen und Virenpandemien ebenfalls typische Ausartungen in einem System sind, in dem auf Teufel komm raus Rendite fürs Kapital erzeugt werden muss. Die Pharmaindustrie als weltgrößter Wirtschaftszweig generiert mit immer mehr neuen Krankheitserfindungen immer mehr Zins. Täte sie das nicht, würde sie zusammenbrechen. Welche Auswüchse dieser Zwang z.B. auch im Bereich der Krebsmedizin hat, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von unserem Magazin "Leben mit Zukunft", zu dem Sie HIER einmalig ein kostenloses Probeexemplar erhalten können. Auch hier steht also der Mensch vor dem Problem "Zukunft statt Gesundheit", wobei auch hier jedem klar ist, dass es keine Zukunft geben kann, wenn wir uns mit der Infektionstheorie und dem damit verbundenen Impfwahn selber vergiften und richten. Schon wieder derselbe Teufelskreis. Und das alles bloß, um "Zinsen statt Zukunft" zu erhalten.
Ihr Christoph Hubert Hannemann
PS. Auch für unsere Leser, die unser Magazin schon abonniert haben, möchten wir noch einmal darauf aufmerksam machen, dass Sie bis Oktober die Möglichkeit haben, sich einen Treuebonus zu sichern, wenn Sie das Abonnement für die zwei Jahre 2012 und 2013 abschließen. Schauen Sie dazu einfach auf unserer Internetseite www.klein-klein-verlag.de vorbei.
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Dieses Buch ist für all jene, die beginnen möchten, sich weiterführend und tiefgründig in die Materie der fünf biologischen Naturgesetze einzuarbeiten.
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