02.12.2010 Stuttgart 21 kanalisiert die Gegner | Drucken |


Stuttgart 21
läuft wie geschmiert -
an der Sache vorbei!

 

Heiner Geißler hat, wie zu erwarten war, eine große Leistung vollbracht.

Im Zusammenwirken mit den Befürwortern des Stuttgarter Tiefbahnhofs gelang es ihm, die Gegner des Kellerbahnhofs dafür zu instrumentalisieren, an einem noch besseren Stuttgarter Tiefbahnhof mitzuwirken, jetzt „Stuttgart-21-Plus" genannt.

Die Herrschenden bekämpfen heute keine Gegner mehr. Sie kanalisieren die Gegner. Sie instrumentalisieren die Gegner. Die Gegner sind nützliche Idioten. Die Karriere- und Profilierungssüchtigen unter den Gegnern ließen sich durch Heiner Geißler zu nützlichen Idioten machen.

Diese Strategie ist alt bekannt. Diese Strategie der Herrschaft kennen wir von der Anti-AKW-Bewegung. Diese Strategie der Herrschaft kennen wir von dem, was sich als Impfkritik tarnt.

Die herrschende Strategie handelt nach dem Grundsatz: „Wascht uns den Pelz, aber macht uns nicht nass!" und die Kritiker und Gegner machen nicht nass, sondern lassen sich dazu missbrauchen, dass das, was sie nicht wollen, noch besser wird. Aber eben noch besser für die Befürworter.

 

O.K. in Bezug auf Stuttgart 21 fingen Bürger zu spät an, wach zu werden.

Aber sie fingen an, aufzuwachen und nicht nur festzustellen, dass irgendetwas geschah, was sie nicht wollten.

Sie fingen an zu verstehen und in Praxis umzusetzen, dass es auch an ihnen selbst liegt, wenn mit ihnen etwas geschieht, was sie nicht wollen.

Mehrere10.000 Menschen gingen auf die Straße und die Herrschenden bekamen Angst vor „Unruhe in der Bevölkerung" und begangen zu kanalisieren. Heiner Geißler kanalisierte erfolgreich in Richtung Stuttgart-21-Plus. An der Grundkonzeption des Tiefbahnhofs wird nichts geändert. Die Grundkonzeption wird nur besser.

Trotz aller Beteuerungen kamen in den durch Heiner Geißler geleiteten Gesprächsplaudereien nicht die Fakten auf den Tisch. Es wurden lediglich unterschiedliche Meinungen miteinander konfrontiert. Aber heutzutage werden ja leider vor lauter falsch verstandenen Liberalismus Fakten als Meinung behauptet, und Meinungen als Fakten. Je nachdem, wie man es gerade ganz liberal braucht.

Die Argumente der Befürworter von Stuttgart 21 waren erschlagend und wurden nicht entkräftet und nicht widerlegt:

Wir sind ein repräsentativer, demokratischer Rechtsstaat und es liegen rechtsstaatlich Beschlüsse der Parlamente zugrunde an die der Staat gebunden ist.

Wenn der Bau des Tiefbahnhofs jetzt nicht weitergeführt würde, würde viel bisher aufgewendetes Geld verschwendet werden.

Die Planung eines anderen Konzeptes würde zu viel Zeit beanspruchen.

 

Das Stellen der Kernfrage wurde dagegen vermieden, wie der Teufel das Weihwasser meidet:

Sind die zugrundeliegenden Parlamentsbeschlüsse rechtmäßig zustande gekommen?

Gründen die Parlamentsbeschlüsse in Irreführungen der Parlamentarier?

 

Die von den Befürwortern behauptete überlegene Leistungsfähigkeit des Konzeptes Stuttgart 21 und die auch für Parlamentarier undurchsichtigen Kostenrechnungen sind eine Sache.

Die ungeklärten geologischen Fragen sind eine andere Sache.

Jedenfalls gibt es Hinweise darauf, dass Gips ein verbreiteter Bestandteil im Erd-Boden unter Stuttgart ist. Stößt man beispielsweise bei Bohrungen bei der Suche nach Erdwärme auf Gips, verhängt das Landesamt für Geowissenschaften sofort einen Baustopp, weil Wasser den Gips aufquellen lassen könnte und hierdurch Risse in Häusern entstehen könnten. Wie werden die Behörden in Stuttgart damit umgehen?

Das geologische Problem in Stuttgart ist nicht nur der Gips, sondern sind auch großräumige Hohlräume. Jedenfalls gibt es ernst zu nehmende Hinweise, dass aufgrund der Bodenverhältnisse in Stuttgart damit gerechnet werden muss, dass dann, wenn infolge des Tunnelbaus unter Stuttgart an ungünstigen Stellen ungünstig Wasser in den Boden dringt, der Gips im Boden wie Hefe aufquillt und sich die Häuser erheben und in sich zusammenbrechen oder aber durch das Aufquellen von Gips Hohlräume einstürzen und an der Oberfläche große Löcher entstehen können in die Häuser mit Menschen stürzen können.

Soviel jedenfalls wurde deutlich:

Die Gutachten die hier zugrunde liegen sind nicht transparent und sind ganz bestimmt nicht wissenschaftlich. Sie sind nicht wissenschaftlich, weil sie nicht der allgemein Überprüf- und Nachvollziehbarkeit offen stehen. Das ist eine Grundvoraussetzung für Wissenschaftlichkeit. Wissenschaftlichkeit ist keine Geheimarbeit.

Heiner Geißler verlangte zwar, dass diese Gutachten offen gelegt werden. Es blieb aber nur bei einem Verlangen. Auch die Gegner des Kellerbahnhofs drängten nicht mit der erforderlichen Hartnäckigkeit auf Klärung.

Stattdessen vergeudeten sie ihre Energien damit, dass der Tiefbahnhof gebaut wird, allerdings nicht als Stuttgart 21, sondern als ein besseres Stuttgart 21, als ein Stuttgart-21-Plus.

Jedenfalls kann bis heute schon deshalb nicht behauptet werden, dass die Parlamentsbeschlüsse rechtmäßig zustande gekommen sind, weil nicht behauptet werden kann, dass auch nur einer der beschließenden Parlamentarier in der Lage gewesen sein konnte, vor Entscheidung Klarheit darüber erlangt zu haben, welches Risiko von dem Tiefbahnhof und dem Tunnel ausgeht.

 

Eine solche parlamentarische Entscheidung, ohne dass Klarheit über die Grundlagen besteht und bestehen kann, ist vergleichbar, als würde sich jemand für eine Impfung als Schutz vor einer Viruserkrankung entscheiden und das Impfschadensrisiko eingehen, ohne sich darüber Klarheit zu verschaffen, ob das beschuldigte Virus tatsächlich existiert, ja auch, ohne sich vorher überhaupt über das Impfschadensrisiko bewusst zu sein, weil ihm diese Information vor Entscheidung nicht offengelegt wurde.

Ein solches Verhalten ist auf allen Ebenen also Normalität in Deutschland, gleich ob bei Stuttgart 21 oder beim Impfen.

Stuttgart 21 zeigt wiederum das Erfordernis, der Seuche der Irreführung und Verlogenheit entschieden entgegenzutreten, anstatt sich einlullen und kanalisieren zu lassen.

Gleich ob wir uns auf Stuttgart 21, auf Impfen und auf AIDS oder einen anderen in Verlogenheit gründenden Sachverhalt konzentrieren, die Nichtduldung der Verlogenheit, insbesondere der staatlichen Verlogenheit, ist die Voraussetzung, die nach unserer Meinung erfüllt werden muss, wenn wir in Verantwortung auch für künftige Generationen handeln wollen.

Das haben wir in unserer Globalisierungsbroschüre dargelegt. Dafür treten wir mit jeder Ausgabe von Leben mit Zukunft und mit unseren Verlagsprogramm ein.

Es reich nicht aus, Transparenz und Wahrheit zu fordern. Lügner und Irreführer müssen eine begründete und berechtigte Angst vor der staatlichen Gewalt bekommen. Erst, wenn Lügen und irreführen Konsequenzen nach sich zieht, wird nicht mehr gelogen und irregeführt. Dafür sorgen können aber nur wir Staatsbürger. Aber wir können es eben, wenn wir denn wollen.

Die Umgang mit der ungeklärten Beschaffenheit des Bodens unter Stuttgart, der Umgang mit den geheimen geologischen Gutachten, auf deren Grundlage auch das Konzept Stuttgart-21-Plus nicht von Vernunft, sondern nur vom Prinzip Hoffnung, dass nichts passiert, bestimmt ist, zeigt dieses Erfordernis, dass Lügen und Irreführung nicht mehr geduldet werden, wieder einmal deutlich auf.

 

Für die klein-klein-Bewegung
Ihr Karl Krafeld

 

Übrigens:
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Obwohl dieses Buch über 50 Jahre alt ist, zeigt es mit seinem Inhalt genau das auf, was wir in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt haben: Die dünne Schicht Humusboden, von der wir leben.

 


 

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